Wappenbeschreibung (Blasonierung):
„auf blauem Schild eine sich aufbäumende silberne, gekrönte, geflügelte Schlange“
Namensherkunft
Schirkanyen (deutsch), Șercaia (rumänisch), Sárkány (ungarisch)
Der älteste urkundlich nachweisbare Name aus 1235 lautet Sarcam, 1372 forum Scherkkengen, auf der Karte von Johannes Honterus 1532 heisst es Schyrkengin.
Der Name des Dorfes leitet sich aus dem magyarischen (ungarischen) Wort Sárkány ab, das soviel, wie Drache, Schlange bedeutet.
Als einzige schriftliche Überlieferung ist ein altes Kircheninventarium aus dem Jahre 1746 bekannt:
„Dieses Dorf hat seinen Namen von einer Schlangen, weil sich eine an diesem Orte, ehe es ist gebaut und fundiert worden, aufgehalten hat, daher es die Leute Sárkány genannt haben.“

Wappenerklärung
Das Titelblatt des Inventars zeigt zwei gekrönte Schlangen, welche die Köpfe gegeneinander kehren und mit den Zungen gegeneinander löcken. Zwischen ihnen stehen die Worte „Nicht zu hitzig, nicht zu spritzig, nicht zu nah, sonst stech ich dich!“
Auch alle Siegel unserer Gemeinde, ältere und neuere, führen die gekrönte Schlange oder den Drachen.
Das aktuelle Wappen wurde zum 800-jährigen Jubiläum des Burzenlandes 2011 neu gestaltet und in der Ostdeutschen Wappenrolle (OWR), Band 2, registriert.




Weitere Überlieferungen
Nach mündlicher Überlieferung soll eine Riesenschlange sich im Wald aufgehalten haben, die Kälber, Ziegen und sogar Kinder sich holte. Ein vorbeiziehender Handwerksbursche erkannte die Not der Menschen und bot sich an die Schlange zu töten. Die Haut eines Kalbes wurde mit ungelöschtem Kalk ausgestopft und am Bach aufgestellt. Die Schlange verschlang das Kalb, trank Wasser aus dem Bach und platzte.
Es heißt auch, unsere Gemeinde verdanke ihren Namen der schlangenförmigen Anlage der Gassen – wenn man sie aus der Höhe betrachtet, würde die gewundene Altgasse dem Schwanze, die Obergasse dem Leibe, der sich bäumenden Schlange vergleichbar sein.
Eine andere mündliche Überlieferung berichtet von einem adligen Geistlichen, Gerlach von Schlangendorff, Anfang des 13. Jh., der in seinem Wappen eine gekrönte Schlange führte und zusammen mit Hermann von Gellert, Gottfried von Warmbach und Konrad von Venezien das Gebiet vom Alt bis zum heutigen Dorf Hoghiz (Warmbach) beherrschte.
