Jubiläum – 40 Jahre HOG Schirkanyen (2023)


mit Treffen in Augsburg


Im September 1983, beim ersten Heimatortstreffen, wurde in Augsburg die „Schirkanyer Nachbarschaft“ von Richard Fogarascher, Hans Sommerburger und einigen anderen Unterstützern gegründet. Es war ihnen ein großes Anliegen, denjenigen Landsleuten, die bereits in der Bundesrepublik angekommen waren, eine Möglichkeit zu bieten, sich im neuen, fremden Land nicht allein zu fühlen, die Sprache, Bräuche und Kultur zu erhalten und soweit möglich weiterzuführen und den Geist der Zusammengehörigkeit hier weiter fortleben zu lassen.

Fast im Alleingang hat Richard Fogarascher zu Beginn die meiste Arbeit für die Nachbarschaft geleistet: er erfasste die Mitglieder und sämtliche bekannte und relevante Daten der Gemeinde, machte die Buchführung und Organisation und übernahm die Leitung. Er organisierte Treffen in Augsburg, zu denen sich jedes Mal mehr Schirkanyer einfanden. Beim ersten Treffen im September 1983 und zweiten im September 1986 kamen jeweils 150 Personen, sogar aus Österreich, Rumänien, USA und Kanada.

40 Jahre HOG bei Umzug am Heimattag

Da die Schirkanyer so begeistert waren, wurde das Treffen nun alle zwei Jahre abgehalten und es kamen immer mehr, die meisten beim fünften Treffen im Jahr 1993 mit 250 Landsleuten.

Der plötzliche Tod von Richard Fogarascher 1992 erforderte eine Neuorganisation der Nachbarschaft, deren neu gewählte Vorsitzende Krimhild Bonfert mit erweitertem Vorstand das Begonnene fortführte. Die Nachbarschaft wurde in die Gemeinschaft der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften aufgenommen und nannte sich nun „HOG Schirkanyen“. Die Teilnahme an Seminaren und Umzügen in Dinkelsbühl, das Organisieren von Treffen, Erfassen der Kirchenbücher, Sammeln von Unterlagen für eine Ortschronik, Gestalten des jährlich an Weihnachten erscheinenden Heimatblattes, sind nur ein Teil der Arbeit, die inzwischen zu erledigen anfiel.

Teilnehmer Treffen 2023

All das war nun ein Grund, das Jubiläum zu feiern und am 07. Oktober 2023 zum 19. Treffen in Augsburg einzuladen. Coronabedingt musste vor 2 Jahren das Treffen ausfallen.

Über 80 Personen kamen von nah und fern und konnten einen wunderbaren Tag miteinander verbringen. Besonders diejenigen, die schon viele Jahre nicht mehr bei Treffen dabei waren, waren sehr glücklich ob des Wiedersehens und der schönen Gespräche mit Verwandten, Freunden und Bekannten.

Begonnen wurde mit einer Begrüßungsansprache durch Jürgen Foith, unserem aktuellen Vorstand, gefolgt von einem Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Norbert Kirr i.R..

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte der offizielle Teil mit Ansprachen, dem Wirtschaftsbericht und Neuwahlen.

Jürgen Foith berichtete über Schirkanyen – dass zum Beispiel das vorgesehene Glockenmuseum vorerst nicht eingerichtet wird, dass der Glockenturm in Ordnung scheint und die Glocken und die Kirchturmuhr funktionieren, dass das Pfarrhaus an die Vikarin aus Fogarasch gut vermietet ist und dass die Dachrinnen und das Kirchendach vorerst nicht repariert werden, da ja kein Gottesdienst in der Kirche abgehalten wird.

neu gewählter Vorstand und Norbert Kirr

Der Wirtschaftsbericht wurde geprüft und für richtig befunden und dann von Krimhild vorgetragen.

Bei den Neuwahlen wurde der alte Vorstand einstimmig wiedergewählt, sowie als neue Mitglieder Gunthard Kirr und Dominik Dengel mit dem Zweck, die beiden langsam in die Materie einzubinden und somit die Nachfolge für die Zukunft zu sichern.

Es wurde die Frage in Raum gestellt, ob ein Arbeitstrupp nach Schirkanyen fliegt, um dort mal aufzuräumen und einiges zu reparieren, wie andere Gemeinden das bereits praktizieren. Verbunden würde das natürlich mit Urlaub, Kultur und Feiern.


Krimhild Bonfert wies in ihrem Vortrag auf die Möglichkeit der Internet-Recherche in der Genealogie-Datenbank der Siebenbürger Sachsen (VGSS.de🡥) hin. Dabei kann die Geschichte unserer Ahnen, der eigenen Familie, erforscht werden.

Hans Kirr zeigte Bilder der vergangenen Jahre von den verschiedenen Treffen, den Jugendtreffen, den Wanderwochenenden und den Umzügen in Dinkelsbühl und jeder konnte in Erinnerungen schwelgen.

Ab 19.00 bis Mitternacht spielte das Duo „Team 40“ zum Tanz. Zusätzlich wurden gemeinsam mit Akkordeonbegleitung, einige bekannte sächsische Lieder gesungen.

Die Stimmung war hervorragend, die Gespräche intensiv und alle gingen mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause und der Hoffnung auf ein gesundes Wiedersehen in 2 Jahren.

Autor: dfö

Kategorie: